Termine und Neuigkeiten

04.05.2022

Damit Friedensbäume Früchte tragen…

Anlässlich des „Tags des Baumes“ trafen sich in der vergangenen Woche die Baumpaten der Friedensbäume am Kampweg in Bergen zu einem Spaziergang. Damit die noch jungen Obstbäume gesund wachsen und Früchte tragen können, wurden im letzten Winter Baumpaten gesucht, die für ein Jahr die Kosten für Bewässerung und einen professionellen Schnitt übernehmen würden. Der Ortsrat Bergen, die Bürgerstiftung Bergen, die Gemeinde der Eziden, die TH. Zink GmbH, das Therapiehaus Bergen, Optik von Zengen sowie Daniela und David Oestreich kamen dem Aufruf der Stadt Bergen nach und spendeten für die Baumpflege. Bei einem Spaziergang unter blühenden Obstbäumen konnten sich die Spender davon überzeugen, dass ihr Geld gut angelegt ist.

Seit zwei Jahren erinnern am Kampweg in Bergen rund 30 Obstbäume an die Wichtigkeit von Frieden und den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Die Idee stammt von den Jugendlichen aus dem Berger Jugendforum und wurde in Kooperation mit der Bürgerstiftung Bergen und der Partnerschaft für Demokratie umgesetzt.

Auch fürs nächste Jahr werden wieder Baumpaten gesucht. Eine Patenschaft kann sich auf einen oder mehrere Bäume beziehen, auch kleinere Spenden helfen. Interessenten können sich jederzeit an Silvia Nitsche von der Stadt Bergen wenden (silvia.nitsche@bergen-online.de).

26.04.2022

Kinder hängen Zettel an Friedensbäume im Kampweg

Kinder der verschiedenen Bergener Schulen haben in der vergangenen Woche mit Wünschen für den Frieden ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine und im Allgemeinen gesetzt. Die auf Zettel geschriebene Wünsche wurden in Laufe der Woche an den Friedensbäumen am Kampweg in Bergen aufgehängt.

„Mit der Aktion zum 77. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen am 15. April wollten wir für die Zerbrechlichkeit von Frieden sensibilisieren und ein Zeichen der Solidarität mit der Bevölkerung der Ukraine setzen“, erklärt Mariusz Rybak von der Partnerschaft für Demokratie.

Da der Jahrestag in diesem Jahr mitten in die Osterferien fiel, wurden die Friedensbotschaften etwas zeitversetzt in der Folgewoche aufgehängt.

An der Aktion beteiligten sich Klassen der Hinrich-Wolff-Schule und der Eugen-Naumann-Schule in Bergen, der Dahlhof-Schule in Sülze und der Grundschule in Eversen, sowie der Wahlpflichtkurs „Anne Frank“ der Anne-Frank-Oberschule Bergen. Auch die Integrative Krippe Seymourstraße war mit einem aus Handabdrücken gebastelten Peace-Zeichen dabei.





15.04.2022

Blumen zum Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen

Am 15. April begehen wir den Jahrestag der Befreiung. Vor 77 Jahren haben britische Truppen das Konzentrationslager Bergen-Belsen befreit und Tausende Menschen retten können. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs genießen wir in Deutschland den Frieden, die Freiheit und die Demokratie.

In einer gemeinsamen Aktion möchten die Gedenkstätte Bergen-Belsen und die Stadt Bergen Bürgerinnen und Bürger mit Blumen dazu einladen, dem Tag und seiner Bedeutung einen kurzen Gedanken zu widmen. Denn an dem Tag erinnern wir uns sowohl an die Freude der Befreiung, als auch an all diejenigen, für die dieses Ereignis zu spät kam. Es ist auch eine Erinnerung daran, dass die Früchte dieser Befreiung keinesfalls selbstverständlich und ein für allemal gegeben sind. Daran erinnern uns das Leid und die Ungerechtigkeit, die für viele Menschen jetzt noch Alltag sind. Heute müssen wir vor allem an die Ukraine denken, doch es sind aktuell auch viele weitere Länder weltweit, deren Bevölkerung Krieg und Terror ausgesetzt ist. Unser Einsatz für die demokratischen und freiheitlichen Werte ist jederzeit gefragt.

Die Blumen werden am Karfreitag und Ostersonntag in den kirchlichen Gemeinden in Bergen und Sülze verteilt. Geplant ist auch eine Blumenverteilung am 14. April von 16-17 Uhr im Stadtzentrum von Bergen durch unsere Bürgermeisterin, Frau Dettmar-Müller und Frau Dr. Gryglewski, die Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten.

08.04.2022

Internationaler Roma-Tag: Roma-Flagge vor dem Berger Rathaus

Zum diesjährigen Internationalen Roma-Tag hisst Bergen die Roma-Flagge zum allerersten Mal. Sie wurde vor genau 51 Jahren im ersten Roma-Kongress in London verabschiedet und steht für die internationale Roma-Bürgerrechtsbewegung.

Aus diesem Anlass wollen die Stadt Bergen und die Gedenkstätte Bergen-Belsen ihre Solidarität mit den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, die den Gruppen der Sinti und der Roma angehören. Seit Jahrhunderten sind sie Rassismus und Verfolgung ausgesetzt, die den Höhepunkt im Porajmos – dem Völkermord an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus – erreichten. Insgesamt wurden vermutlich mindestens 1800 Sinti und Roma in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Damit waren Sinti und Roma nach den politischen Häftlingen und den Juden die drittgrößte Häftlingsgruppe im KZ Bergen-Belsen.

Maik Claasen vom Jungen Forum gegen Antiziganismus in Celle erinnert: „Antiziganismus ist für viele Menschen nur ein Begriff, von dem sie glauben, er ist für sie nicht relevant. Für Sinti und Roma ist es aber der Grund, weshalb wir einen Job nicht bekommen haben, bei der Bildungsteilhabe benachteiligt werden oder, am Schlimmsten von allem, warum die Großeltern in der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden.“

Frau Dettmar-Müller, die Bürgermeisterin von Bergen, erklärt: „Sinti und Roma sind überall mit einer anhaltenden Diskriminierung konfrontiert. Deshalb hissen wir auch als Stadt Bergen am heutigen Tag die Roma-Flagge. Es ist ein Zeichen unserer Solidarität und unseres Einsatzes für eine gleichberechtigte Teilhabe von Sinti und Roma in unserer demokratischen Gesellschaft.“

Dr. Elke Gryglewski, die Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, erinnert: „Bergen-Belsen ist für Sinti und Roma ein sehr wichtiger Ort im kollektiven Gedächtnis. Davon zeugt auch die wichtige Kundgebung der Bürger:innenrechtsbewegung im Jahr 1979“ und fügt hinzu: „Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten engagiert sich gezielt gegen die Diskriminierung von Sinti und Roma, vor allem durch unsere Kompetenzstelle gegen Antiziganismus.“