Partnerschaft für Demokratie

Partnerschaft für Demokratie in Bergen – Eine Kooperation der Gedenkstätte Bergen Belsen und der Stadt Bergen

Im Rahmen vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Eine funktionierende Demokratie lebt von der Überzeugung und dem Engagement der Bürger_innen, besonders vor Ort. Denn hier treffen Menschen direkt aufeinander: im Kreis der Familie, in der Schule, beim Einkaufen, beim Arzt, in Vereinen oder auf Veranstaltungen. Die Vielfalt der Gesellschaft bringt  viele Potentiale und Chancen mit sich. Anderseits stellen heute und auch in der Zukunft Rechtsextremismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit gesellschaftliche Herausforderungen dar.

Hier setzt die Partnerschaft für Demokratie an. Die Zivilgesellschaft soll in ihrem Engagement für Teilhabe, ein Miteinander und Füreinander, Chancengleichheit, Fairness, Wertschätzung, Respekt und gegenseitige Anerkennung vor Ort unterstützt und gefördert werden. Vereine, Verbände u.a. können angesprochen sein, ob Sport, Kunst und Kultur, Gesichte oder Religion. Da das Durchschnittsalter auch in Bergen stark ansteigt, wird das Thema Jugendgerechtigkeit in den kommenden Jahren verstärkt an Bedeutung gewinnen.

Schwerpunkte der Partnerschaft für Demokratie in Bergen sind:

  1. Demokratie- und Teilhabeförderung
  2. Anti-Diskriminierung
  3. Rechtsextremismusprävention

Die Partnerschaft für Demokratie in Bergen begann im August 2017. Das Jugendforum Bergen wurde im September 2017 gegründet.

Im Oktober 2017 fand die 1. Demokratiekonferenz in Bergen statt. In einem reichhaltigen Programm von Vorträgen, Improvisationstheater und Podiumsdiskussion mit dem Bürgermeister Bergens, Rainer Prokop, und dem Leiter der Gedenkstätte Bergen Belsen, Dr. Jens-Christian Wagner, wurde die Bergener Öffentlichkeit über die Partnerschaft für Demokratie informiert und zur Teilnahme angeregt.

Im November 2017 kamen 12 interessierte Bürger_innen zusammen, die den Begleitausschuss gegründet haben.

Ziel ist die Kontaktaufnahme mit weiteren Vereinen, Initiativen, Netzwerken und Engagierten, die mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement Demokratie fördern und fördern könnten. Auf der einen Seite sollen bestehende Netzwerke gefördert werden. Zum anderen soll Interesse und ein neues Engagement angeregt und ermöglicht werden.

 

Flyer

Demokratie leben_Flyer_2018

Artikel

Partnerschaft für Demokratie in Bergen

Bergen gründet Jugendforum

1. Demokratie-Konferenz 2017

Demokratiekonferenz in Bergen mit Theater und Gesprächen

 

2. Demokratie-Konferenz 2018

Pressemitteilung

2. Demokratiekonferenz in Bergen

Am 18.10.2018 findet ab 18 Uhr die 2. Demokratiekonferenz in Bergen statt, zu der der Begleitausschuss Bergen, das Jugendforum Bergen, die Stadt Bergen und die Gedenkstätte Bergen-Belsen alle Bürgerinnen und Bürger einladen.
Das Programm „Demokratie leben!“, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wird in Bergen seit August 2017 im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie zwischen der Gedenkstätte Bergen-Belsen und der Stadt Bergen umgesetzt. Im Programm konnten viele Initiativen von unterschiedlichen Vereinen und Menschen angeschoben werden, wie zum Beispiel der „Tag der Vereine“ unter dem Motto Verein(t) in Bergen, den das Jugendforum organisiert hat, die Caritas, die ein Kinderstärkungsprojekt mit Schülerinnen und Schülern der Eugen-Naumann und Hinrich-Wolff-Schule durchführt oder die Ezidische Gemeinde, die sich derzeit mit „Mutigen Geschichten“ aus den Ortseilen von Bergen auseinandersetzt.
Am 18.10.2018 stellen, neben einem kurzen Implusvortrag zum Thema „Engagement ohne Gesellschaft – Gesellschaft ohne Engagement“ von Katrin Unger und Maximilian Vogel von der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Vereine und Engagierte ihre Projekte im Programm Demokratie leben! auf einem „Markt der Möglichkeiten“ vor. Der „Markt der Möglichkeiten“ bietet den Rahmen für Diskussionen und Austausch. Frank Juchert von der Stadt Bergen, wird die Veranstaltung einleiten.

Fotos

3. Demokratiekonferenz 2019

Hier ist mein Platz! Talkshow zu Kinderrechten in Bergen

Pressemitteilung

Am 22. Mai 2019 hat die Partnerschaft für Demokratie in Bergen, eine Kooperation der Gedenkstätte Bergen-Belsen und der Stadt Bergen, zu einer Talkrunde mit bekannten Akteuren aus Bergen zum Thema „Wo ist mein Platz? – Kinderrechte in Bergen“ in das Stadthaus Bergen eingeladen. Das Intro bestand aus einem Video der Hinrich-Wolff-Schule, in dem Kinder andere Kinder zum Thema Kinderrechte interviewten. Im Anschluss zeigten Schülerinnen und Schüler aus dem Ganztag der
Eugen-Naumann-Schule ihre aufwändig gestalteten Stühle, die jeweils ein Kinderrecht plastisch darstellten.

In der Talkrunde, die von Dr. Leyla Ferman und Katharina Hoopmann moderiert wurde, wies Bianca Höltje, Schulleiterin der Eugen Naumann Schule, auf die große Bedeutung eines Miteinanders von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern hin und betonte, wie wichtig es sei, dass Kinder von ihren Rechten wissen und diese auch einfordern. Bürgermeister Rainer Prokop fokussierte sich überwiegend auf die Veränderungen im Angebot der Stadt Bergen für Kinder und Familien. Emily Böker vom Jugendforum Bergen bestätigte dies, wies jedoch auf Bedürfnisse der Kinder hin, die man nur verstehen könne, wenn man als Kind in Bergen selbst aufgewachsen sei. Dr. Jens-Christian betonte, dass die Ausstellung der Kinder im KZ Bergen-Belsen als Zeichen für absolute Rechtlosigkeit stünde und aufzeigt, was passiert, wenn Demokratie verneint werde. Stadtjugendpfleger Bernd Mill berichtete von großen Problemen bei Jugendlichen und dem verstärkten Bedarf nach mehr Betreuung. In der St. Lamberti Gemeinde beschäftige man sich noch nicht explizit mit Kinderrechten, so Pastor Axel Stahlmann. Rund 100 Besucher von Jung bis Alt nahmen an der Veranstaltung teil. „Wir sind mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Es zeigt, wie wichtig der Austausch zu Kinderrechten in Bergen ist. Alle Ideen, Anregungen und Vorschläge werden wir versuchen, in unser Engagement im Jahr der Kinderrechte in Bergen 2019 aufzugreifen.“ so Dr. Leyla Ferman, Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie.

Das Programm Demokratie leben! wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Bundesprogramm wird in Bergen im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie zwischen der Gedenkstätte Bergen-Belsen und der Stadt Bergen umgesetzt.

Fotos: Johanna Sussiek

21. Juni 2019
Sommerfest im Musikerviertel

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