Partnerschaft für Demokratie

Jeder wird gebraucht; Demokratie, das sind wir alle. Jeder soll erfahren, dass es auf ihn ankommt. Dafür zu arbeiten, das soll unsere Aufgabe sein.

    Horst Köhler, ehem. deutscher Bundespräsident

Die Partnerschaft für Demokratie in Bergen ist eine Kooperation der Gedenkstätte Bergen-Belsen und der Stadt Bergen. Sie wurde 2017 im Rahmen vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gegründet und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Eine funktionierende Demokratie lebt von der Überzeugung und dem Engagement der Bürger:innen, besonders vor Ort. Denn hier treffen Menschen direkt aufeinander und gestalten gemeinsam ihren Alltag. Die Vielfalt unserer Gesellschaft bringt viele Potentiale und Chancen mit sich. Gleichzeitig stellen moderne politische Extremismen, Gewalt und Menschenfeindlichkeit nach wie vor ernstzunehmende gesellschaftliche Herausforderungen dar, denen die Zivilgesellschaft entschieden entgegenwirken muss.

Hier setzt die Partnerschaft für Demokratie an. Sie unterstützt und fördert die lokale Zivilgesellschaft in ihrem Engagement für Teilhabe, Chancengleichheit sowie ein friedliches und solidarisches Mit- und Füreinander. Im Zuge des demografischen Wandels auf dem Land wird insbesondere das Thema Perspektiven für die Jugend an Bedeutung gewinnen. Die Kinder und Jugendlichen werden ermutigt, Verantwortung zu übernehmen und an den demokratischen Aushandlungsprozessen teilzunehmen. Dabei bringt die Partnerschaft für Demokratie auch den Dialog zwischen den Generationen voran. „Jeder wird gebraucht; Demokratie, das sind wir alle.“

Schwerpunkte der Partnerschaft für Demokratie sind:

  1. Demokratie- und Teilhabeförderung
  2. Gestaltung von Vielfalt und Antidiskriminierung
  3. Extremismusprävention

Die Partnerschaft für Demokratie in Bergen begann im August 2017. Das Jugendforum Bergen wurde im September 2017 gegründet. Im November 2017 kamen 12 interessierte Bürger_innen zusammen, die den Begleitausschuss gegründet haben.

Ziel ist die Kontaktaufnahme mit weiteren Vereinen, Initiativen, Netzwerken und Engagierten, die mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement Demokratie fördern und fördern könnten. Auf der einen Seite sollen bestehende Netzwerke gestärkt werden. Zum anderen soll Interesse und ein neues Engagement angeregt und ermöglicht werden.

 

Flyer

Flyer PfD 5.2020

Demokratiekonferenz 2021
Im Rahmen der Demokratiekonferenz am 10. November 2021 zur Frage “Kitas und Schulen als Motor der Demokratie?” wurde öffentlich ins Stadthaus Bergen eingeladen. Nach einem Trailer der Schüler_innen der Anne Frank-Oberschule, hat Michael Domke vom Verein “Politik zum Anfassen” Partizipationsprojekte und -möglichkeiten an Schulen vorgestellt. In der anschließenden Diskussion, die von der Bürgermeisterin von Bergen, Frau Dettmar-Müller, moderiert wurde, haben Frau Dammann (Kita Neuer Weg), Frau Hoormann (Ev. Kita), Frau Tank (Hinrich Wolff-Schule) und Herr Pospiech (Elternvertretung, Hinrich Wolff-Schule) erläutert, was sie sich von Gesellschaft, Politik und Verwaltung erhoffen, damit Teilhabe auch an Kitas und Schulen besser funktionieren kann. Auch haben Sie aufgezeigt, wie sie in ihren Einrichtungen Partizipation fördern, welche Chancen und Herausforderungen bestehen. Frau Dettmar-Müller hat sich offen gezeigt, in Zukunft mit Schulen und Kitas in einen regelmäßigen Austausch besonders mit Kindern zu gehen, so. z.B. im Rahmen von Sprechzeiten. Abgeschlossen wurde die Demokratiekonferenz mit dem Trailer “Vielfalt in Bergen”, der im Sommer 2021 anlässlich der Wochen für Vielfalt entstanden ist. An der Demokratiekonferenz haben etwa 30 Personen teilgenommen.

Weltfriedenstag am 21. September 2021 in Bergen

An diversen Einrichtungen wurden Veranstaltungen zum Weltfriedenstag in Bergen umgesetzt. Auf dem Friedensplatz wurde mit dem Bergwerk zum Frieden geschmiedet. Bürgermeisterin Claudia Dettmar-Müller und die Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen begrüßten die Teilnehmenden.

Bäume für den Frieden am Kampweg in Bergen (2020)
Das Jugendforum Bergen hat in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Region Bergen und der Partnerschaft für Demokratie (Stadt Bergen & Gedenkstätte Bergen-Belsen) fast 30 Obstbäume am Kampweg für den Frieden gepflanzt, die an 75 Jahre Frieden erinnern sollen. Ferner wurden Berger Mitbürger_innen gefragt, was sie unter Frieden verstehen. Ihre Antworten wurden auf Steinen graviert, die an den Bäumen in den Boden gelegt werden. Mehr dazu:

https://celler-presse.de/2020/12/18/aktion-baeume-pflanzen-fuer-den-frieden-auf-dem-kampweg/

Aktionstag: 21. September 2020 Weltfriedenstag in Bergen
https://www.stadt-bergen.de/portal/meldungen/stadt-bergen-setzt-am-21-september-ein-zeichen-fuer-den-frieden-900000580-29501.html?rubrik=900000018

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Gemeinsame Erklärung der Stadt Bergen und der Gedenkstätte Bergen-Belsen zum Weltfriedenstag
Erklaerung Weltfriedenstag
Mitunterzeichner_innen

Veranstaltung zu Antiziganismus und Fremdemfeindlichkeit, September 2020
Mit Silvano Franz vom Verein Europäischer Roma Deutschland e.V. und Deniz Petrovic von Amaro Drom e.V.
Es ging um die Fragen: Wer sind die Roma? Welche Geschichte haben sie? Welche Rolle spielt die Geschichte für das heutige Zusammenleben zwischen Roma und Nicht-Roma? Wie kann Integration gelingen?

Puzzle “Kinderrechte in Bergen” tourt durch Bergen
Derzeit: Grundschule Eversen
Bis Sommer 2020 an der Kita in Sülze
Bis Ende März 2020 an der Dahlhof Schule Sülze
https://celler-presse.de/2020/02/25/kinderrechte-in-bergen-puzzle-tourt-durch-bergen/
November 2019-Januar 2020: Eugen Naumann Schule

August 2020: Jugendliche erneuern den “Weg der Erinnerung”
Ein Projekt der Partnerschaft für Demokratie, St. Lamberti Gemeinde, AG Bergen Belsen e.V. und Anne Frank Haus in Oldau
https://celleheute.de/jugendliche-frischen-weg-der-erinnerung-auf

Artikel

Pressemitteilung 2020

https://www.cellesche-zeitung.de/Celler-Land/Bergen-und-Lohheide/Bergen-Stadt/Demokratie-leben-Das-sind-die-Projekte-in-Bergen

20. November 2019
Internationaler Tag der Kinderrechte in Bergen

Die UN-Kinderrechtskonvention feiert im Jahr 2019 25 Jahre Bestehen. Dies hat die Stadt Bergen im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ zum Anlass genommen, 2019 zum „Jahr der Kinderrechte in Bergen“ zu erklären. Viele Personen, Vereine, Institutionen u.a. haben sich bereit erklärt, eigene Projekte hierzu umzusetzen. Den Abschluss des Jahres der Kinderrechte sollte die Gestaltung des Internationalen Tages der Kinderrechte am 20. November 2019 darstellen. Neun Grundschulen und Kindergärten aus verschiedenen Ortsteilen Bergens haben den Internationalen Tag der Kinderrechte mit Kindern gemeinsam gestaltet. Der Umzug am Vormittag endete auf dem Friedensplatz, wo der Bürgermeisterin Frau Dettmar-Müller Puzzleteile übergeben wurden, auf denen Wünsche und Rechte der Kinder zum Ausdruck kamen. Am Nachmittag gab es im Stadthaus Bergen ein Programm mit Film, Theater, Musik und vielen interaktiven Ständen. Wichtige Fragen waren: Was sind Kinderrechte? Was beschäftigt Kinder in Bergen? Was wünschen sich Kinder in Bergen, für Bergen? Wie können Kinder in Bergen ihre Rechte umsetzen?

https://celleheute.de/bergens-kinder-weisen-auf-ihre-rechte-hin

https://www.youtube.com/watch?v=3TYe2u5jx8Y

21. Juni 2019
Sommerfest im Musikerviertel

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3. Demokratiekonferenz, Mai 2019

Hier ist mein Platz! Talkshow zu Kinderrechten in Bergen

Das Intro bestand aus einem Video der Hinrich-Wolff-Schule, in dem Kinder andere Kinder zum Thema Kinderrechte interviewten. Im Anschluss zeigten Schülerinnen und Schüler aus dem Ganztag der
Eugen-Naumann-Schule ihre aufwändig gestalteten Stühle, die jeweils ein Kinderrecht plastisch darstellten. In der Talkrunde, die von Dr. Leyla Ferman und Katharina Hoopmann moderiert wurde, wies Bianca Höltje, Schulleiterin der Eugen Naumann Schule, auf die große Bedeutung eines Miteinanders von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern hin und betonte, wie wichtig es sei, dass Kinder von ihren Rechten wissen und diese auch einfordern. Bürgermeister Rainer Prokop fokussierte sich überwiegend auf die Veränderungen im Angebot der Stadt Bergen für Kinder und Familien. Emily Böker vom Jugendforum Bergen bestätigte dies, wies jedoch auf Bedürfnisse der Kinder hin, die man nur verstehen könne, wenn man als Kind in Bergen selbst aufgewachsen sei. Dr. Jens-Christian betonte, dass die Ausstellung der Kinder im KZ Bergen-Belsen als Zeichen für absolute Rechtlosigkeit stünde und aufzeigt, was passiert, wenn Demokratie verneint werde. Stadtjugendpfleger Bernd Mill berichtete von großen Problemen bei Jugendlichen und dem verstärkten Bedarf nach mehr Betreuung. In der St. Lamberti Gemeinde beschäftige man sich noch nicht explizit mit Kinderrechten, so Pastor Axel Stahlmann. Rund 100 Besucher von Jung bis Alt nahmen an der Veranstaltung im Stadthaus Bergen teil.

Fotos: Johanna Sussiek

2. Demokratie-Konferenz, Oktober 2018

Nach einer Begrüßung durch Frank Juchert, erfolgte ein Implusvortrag zum Thema „Engagement ohne Gesellschaft – Gesellschaft ohne Engagement“ von Katrin Unger und Maximilian Vogel von der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Danach haben auf dem “Markt der Möglichkeiten” Vereine und Engagierte ihre vom Begleitausschuss und dem Jugendforum bewilligte Projekte vorgestellt. Dazu zählten zum Beispiel der „Tag der Vereine“ unter dem Motto Verein(t) in Bergen, den das Jugendforum mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen organisiert haben, die Caritas hat ein Kinderstärkungsprojekt mit Schüler_innen der Eugen-Naumann und Hinrich-Wolff-Schule durchführt und die Ezidische Gemeinde setzte sich mit „Mutigen Geschichten“ aus den Ortseilen von Bergen auseinander.

Fotos

1. Demokratie-Konferenz, Oktober 2017

In einem reichhaltigen Programm von Vorträgen, Improvisationstheater und Podiumsdiskussion mit dem Bürgermeister Bergens, Rainer Prokop, und dem Leiter der Gedenkstätte Bergen Belsen, Dr. Jens-Christian Wagner, wurde die Bergener Öffentlichkeit im Stadthaus in Bergen über die Partnerschaft für Demokratie informiert und zur Teilnahme motiviert.


Jugendforum gegründet

https://celleheute.de/bergen-gruendet-jugendforum/